|
|
| Aus Anlaß des 90. Geburtstages von Genet am 19.12.2000 veranstaltete die VOLKSBÜHNE am Rosa-Luxemburg-Platz am 16. Dezember 2000 die "Lange Jean-Genet-Nacht". Unsere HOMMAGE À JEAN GENET mit Auszügen aus Prosa, Drama, Essay und Lyrik des großen französischen Dichters und Dramatikers erschien zur Veranstaltung und bietet ein Einblick in das umfangreiche Werk Jean Genets. Die beiliegende CD enhält 3 Chansons, die in den 70er Jahren zu den Gedichten "Un Chant d'Amour", "Condamné à Mort" und "Marche Funèbre" enstanden und eine kurze Lesung Vom Genet selbst aus dem Buch "Tagebuch des Diebes". |
![]() |
|
|
![]() | Zehn Jahre beschäftigte sich Jean Genet mit dem Maler Rembrandt und besuchte die Museen, in denen sein Werk vertreten war. Unter dem Titel "Das Geheimnis Rembrandts" sollte früher oder später ein Buch über Rembrandt erscheinen. Tief erschüttert vom Tod des Freundes Abdallah, dem Genet sein Prosagedicht "Der Seiltänzer" gewidmet hatte, vernichtete er die Aufzeichnungen. Der vorliegende Text ist ein Fragment der ursprünglichen Fassung. "Wunderbare Schnipsel einer Auseinandersetzung... in einer wunderschön aufgemachten deutschen Ausgabe..." (Thomas Plaichinger in der taz). |
|
|
Die beiden Schwestern Claire und Solange spielen mit verteilten Rollen die Ermordung ihrer Herrin. Der erste Versuch scheitert, bei einer Wiederholung legt Claire die Kleider ihrer Herrin an und trinkt den vergifteten Tee, den ihr die Schwester reicht. Genet läßt seine Figuren ihre Identität vertauschen, sie spielen ein Spiel im Spiel, eine Ersatzhandlung, die die Züge eines Ritualmordes annimmt. |
![]() |
Jean GENET - Unter Aufsicht - Theaterstück - 38 S., kart. EUR 7,50 *604* Jean GENET - Die Neger - Theaterstück - 78 S., kart. EUR 5,-- ISBN 3-87536-159-8 Jean GENET - Die Wände - Theaterstück - 38 S., kart. EUR 12,80 ISBN 387536-243-8 Jean GENET - DER SEILTÄNZER - Ein Gedicht - Aus dem Französischen von Manon Grisebach - Mit Vignetten von Alexander Camaro - 48 S. Klappenbroschur, zur Zeit nicht lieferbar, ISBN 3-926112-45-X Jean Genet, der wahrscheinlich bedeutendste zeitgenössische Dichter Frankreichs, verdankt seinen Ruhm nicht zuletzt der Unbedingtheit seines ethischen Anspruchs. Seine in diesem Prosagedicht an den Seiltänzer gegebenen Ratschläge gelten der Verpflichtung des Künstlers, sich selbst das Äußerste abzuverlangen, um in der Kunst zu verwirklichen, was in der Realität des Lebens nicht zu erreichen ist. Jean GENET - 4 STUNDEN IN CHATILA - aus dem Französischen von Klaus Völker - 44 S., kart., 2. Auflage EUR 5,-- ISBN 3-87536-164-4 |
| Jean Genet hielt sich zufällig in Beirut auf als Mitte September 1982, einen Tag nach der Ermordung des libanesischen Präsidenten Bechir Gemayel, unter den Augen der in Beirut eingerückten israelischen Truppen ein grausames, unbegreifliches Massaker im Palästinenserlager Chatila stattfand. Genet suchte den Ort des Entsetzens auf und verfaßte für die "Revue détudes palestiniennes" in Paris einen Bericht über das, was er in Chatila sah und empfand. Nüchtern und ohne Emotionen schildert er den Zustand der greulich zugerichteten Leichen und die wortlos ohnmächtige Trauer der Überlebenden. Die unsentimentale Anklage dessen, was Menschen Menschen anzutun vermögen, soll das Bewußtsein wachhalten für die Abgründigkeit entfesselter Emotionen. |
![]() |
Jean GENET - DIE PARADE - Ein Gedicht, deutsch von Gerhard Edler, mit 12 kolorierten Zeichnungen von Markus Vallazza, 9 Abb. 24 S. Lw. EUR 12,40 ISBN 3-87536-182-2 Bibliophil ausgestattetes Poem von Jean Genet, wie alle übrigen Gedichte von Genet von Gerhard Edler ins Deutsche übertragen. Illustrationen von Markus Vallazza. Es gibt zwei verschiedene Vorzugsausgaben, einmal mit 7 Radierungen (EUR 330,00) und VA II (Aufl. 9 Expl.) mit jeweils einem Unikat des Bozener Künstlers (EUR 400). Jean GENET - TRAUERMARSCH - Ein Gedicht - aus dem Französischen übertragen von Gerhard Edler, bibliophile Ausstattung von J. Vennekamp mit zahlreichen Transparentlithographien, 82 S. Pappband, EUR 35,-- ISBN 3-926112-58-1 Von den sechs großen Gedichten Genets endlich das letzte noch nicht in deutscher Übersetzung erschienene. *810* Vorzugsausgabe A mit 1 Original-Holzschnitt EUR 57,-- *811* Vorzugsausgabe B mit 1 Original-Holzschnitt EUR 57,-- *812* Vorzugsausgabe C mit 1 Unikat im Geschenkkasten EUR 300,-- |
![]() |
Jean GENET, Rüdiger WISCHENBART, Leila CHAHID BARRADA - JEAN GENETS HAUS - Ein Gespräch - 68 S. broschiert, EUR 5,-- ISBN 3-926112-23-9 Anfang Dezember 1983 hielt sich Jean Genet in Begleitung von Leila Chahid in Wien auf. Er war auf Einladung einer der UNO nahestehenden Organisation nach Österreich gekommen, um als Augenzeuge über das Massaker zu berichten, das 1982 im Palästinenserlager Chatila stattgefunden hatte. Bei dieser Gelegenheit nahm Rüdiger Wischenbart ein Interview auf, das auf Genets Wunsch zunächst allein sein Verhältnis zu den Palästinensern verdeutlichen sollte, sich aber im Laufe des Gesprächs auch anderen Themen öffnete und für die Charakteristik seines Denkens bezeichnend ist. Albert DICHY / Pascal FOUCHÉ - JEAN GENET - Versuch einer Chronologie 1910 - 1944 - aus dem Französischen von Rolf Stürmer, 351 S. Klappenbroschur, EUR 12,40,-- ISBN 3-926112-22-0 Die unbestechlichen, geduldigen Recherchen, die dieser Monographie zugrunde liegen, wurden nicht in der Absicht angestellt, das von Genet mitgetragene Image zu widerlegen. Tatsächlich entsprach das freiwillige Bekenntnis zur Kriminalität, die das bürgerliche Tugendverständnis in sein spiegelbildliches Gegenteil verklärt, Genets Selbstverständnis; daneben tritt indessen der Nachweis einer durch und durch literarischen Existenz, der gegenüber die Verherrlichung des Verbrechens zurücktritt. Genet war nicht der Verbrecher, zu dem die Umwelt ihn gemacht hatte, sondern der Dichter, für den die Gegenwelt des Verbrechens zu einem Gleichnis wurde, dem es galt, im Kunstwerk Gestalt zu geben. |